Aktiv werden 

Bitte beachten Sie: Aufgrund der Corona-Pandemie können aktuell nur ausgewählte Aktivitäten stattfinden. Wir behalten die Lage für Sie im Blick und aktualisieren die Informationen auf dieser Seite nach Maßgabe der Möglichkeiten. 

 

Wir machen uns für den Zoo stark. Als gute Freunde wollen wir den Zoo Frankfurt überall dort unterstützen, wo es möglich ist.

So helfen wir durch Finanzierung und gegebenenfalls auch aktiven Einsatz dabei, Anlagen in enger Zusammenarbeit mit dem Zoo umzugestalten oder neu zu erbauen.

Wir wirken an Zoo-Veranstaltungen mit und richten dort zum Beispiel Infotische mir erweitertem Angebot aus (Basteln, Entdecken und Spielen). Unser Ziel dabei: Besucher*innen jeden Alters noch mehr für die Zootiere und ihre wildlebenden Verwandten zu sensibilisieren, für ihre Besonderheiten und ihren Schutz. 

Für die Vereinsmitglieder planen wir im Jahresverlauf unterschiedliche attraktive Aktivitäten - auch dafür braucht es aktive Mithilfe.

Möchten Sie aktiv werden? Oder haben Sie Ideen, wo und womit Zoo-Freunde Frankfurt e. V. tätig werden soll?
Dann schicken Sie uns gerne eine E-Mail an: info@zf-f.de.

Projekt #1: Nacktmulle
für das Grzimekhaus  

Der Zoo Frankfurt plant mit Unterstützung des Fördervereins Zoo-Freunde Frankfurt e. V. den Bau einer Anlage für Nacktmulle im Grzimekhaus. Entstehen soll ein verzweigtes Kammer- und Röhrensystem, das einen Blick unter die Erde erlaubt, denn die faszinierenden Nacktmulle leben ausschließlich unterirdisch.

Nacktmulle (Heterocephalus glaber) sind beides, ausgesprochen kurios und ausgesprochen faszinierend. Die Tiere sind etwa sieben bis elf Zentimeter lang, ihre faltige Haut ist nahezu unbehaart und meist rosafarben. Zwei große Grabzähne und einige Tasthaare zieren das Gesicht, Augen und Ohren sind winzig. Ihr einziges natürliches Verbreitungsgebiet sind die Halbwüsten Ostafrikas.

„Aufgrund ihres Aussehens fasziniert diese für den Zoo Frankfurt neue Tierart“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig, „Nacktmulle sind aber auch von großem zoopädagogischem Wert: Sie sind perfekt an ihren unterirdischen Lebensraum angepasst und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Ich freue mich, dass der in diesem Jahr neu gegründete Förderverein Zoo-Freunde Frankfurt den Bau der Anlage finanziell und tatkräftig unterstützt – ein erstes Projekt mit Strahlkraft und eine Bereicherung für das Grzimekhaus und dessen Besucherinnen und Besucher.“

„Nacktmulle leben eusozial“, erläutert Kurator Dr. Johannes Köhler, „Ähnlich wie bei den sozialen Insekten – zum Beispiel Bienen – pflanzt sich in den Nacktmull-Kolonien ausschließlich eine Königin mit ein bis drei Männchen fort. Die anderen Koloniemitglieder sind sexuell unterdrückt und für den Ausbau der Gänge oder das Bewachen des Baus zuständig. Eine Kolonie kann bis zu 300 Mulle umfassen.“

Das Leben der Nacktmulle findet ausschließlich unter der Erde statt. Um im Zoo einen Blick in die Tunnel der Kolonie werfen zu können, ist der Umbau einer ca. sechs Quadratmeter großen Anlage in der Tagabteilung des Grzimekhauses geplant und zwar mit Unterstützung des Fördervereins Zoo-Freunde Frankfurt e. V.

„Dafür müssen Kisten gebaut und in naturnahe Wohn- und Schlafhöhlen verwandelt werden. Außerdem müssen Halterungen für die Kisten angebracht und mit künstlichen Tunneln verbunden werden“, sagt Prof. Dr. Bruno Streit, Erster Vorsitzender der Zoo-Freunde Frankfurt e. V. „Wir wollen insbesondere diese handwerklichen Arbeiten unterstützen, finanziell und durch die aktive Hilfe einiger besonders geschickter Mitglieder.“

Erste Schritte wurden seitens des Zoos bereits getan: Die Glasscheibe der ehemaligen Tupaia-Anlage wurde ausgebaut und das Gehege leergeräumt. Bis die Nacktmulle einziehen können, ist aber noch viel zu tun. Die Eröffnung der Anlage ist für das kommende Frühjahr geplant.

„Wir werden eine kleine Gründungskolonie aus dem Zoo Dresden erhalten“, sagt Köhler, „Nach einer Tragzeit von etwa 70 Tagen bringt eine Nacktmull-Königin bis zu 28 Junge zu Welt – und das vier bis fünf Mal pro Jahr. Unsere kleine Kolonie wird also hoffentlich schnell wachsen.“